>Monet_Frau_mit_Schirm Ich sehe gerade einen Bericht über die französischen Impressionisten und erfahre den Grund für ihre Art der Malerei: “Ich male, was ich sehe, nicht was das Studium mir vorschreibt. Ich liebe die Wolken und ihre Art wie sie sich bewegen.” (Monet)

Monet erlaubte es sich immer genau das Gegenteil dessen zu machen, was von einem “anständigen” Maler dieser Zeit verlangt wurde. Er stritt sich mit den Gelehrten über den Sinn des Ausdruckes eines Bildes und war einer der Ersten Maler, der das natürliche Spiel zwischen Licht und Schatten studierte. Mit Farbtupfern und grobem Strich malte er die inzwischen berühmtesten Bilder dieser Tage, die Seerosen.
Was brachte ihm das? Was hatte er davon sich dem Erwarteten zu wiedersetzen?

Seine Einstellung brachte ihm nur Ärger, nur selten verkaufte er Bilder und nicht selten zerbrachen Freundschaften zu Kollegen. Wofür das alles?
Für die Freiheit der Kreativität, die Essenz des Augenblickes und für Vielfalt und Artenreichtum.

Software

Ich behaupte hier, dass wir als Vertreter der Softwareproduzenten, die Bitschubser, von dieser Einstellung inspiriert werden sollten. Immer, wenn eine Technologie als das Non-Plus-Ultra eingestuft wird, dann müssen wir diese Mauern einreißen und nach etwas schauen, das offensichtlicher ist.

Wenn es heisst, dass Cloud Computing nun das Ende der Fahnenstange ist, dann sollten wir das Haar in der Suppe suchen, finden und mit vielen Bits und Bytes herausfischen, als Grundlage für das Ocean Dev verwenden. Was, Ocean Dev kennen Sie noch nicht, na dann ran und erfinden.

Wir leben von der Vielfalt, der Auswahl der richtigen Mittel (der Spruch ist absolut in Ordnung). Eine Problemlösung ist etwas organisch formbares und muss immer den Ansprüchen genügen, den persönlichen aber auch den geschäftlichen. Das verlangt nach Einfühlungsvermögen, intuitiven Denken und vor allem Kreativität.

Ich habe mich schon immer gefragt, wo bei der Softwareherstellung die Kreativität steckt. Nun weiß ich es und bedanke mich bei Monet und arte. Jetzt bin ich wieder einen Schritt weiter und freue mich auf die nächsten Veränderungen.

Was bleibt nun zurück?

Der Zauderer, jener Mensch, der nach getaner Arbeit das Licht löscht und “einfach alles hinter sich lässt”. Derjenige, der einen Schlussstrich gezogen hat und meint, alles zu wissen und sich als unersetzbar versteht. Es belieben die zurück, die ihren Horizont schön klein und eng halten, damit sie den Überblick nicht verlieren. Und es bleiben die zurück, die anderen sagen, dass sie sich nicht fortbilden brauchen, sie würden schon alles wissen, um das Unternehmen in die Zukunft zu begleiten.

Jan

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