Montag
Ob das gut war, dass ich noch bis um zwei wach geblieben und um 5:15 Uhr wieder aufgestanden bin? Ich fühle mich irgendwie müde, aber gleichzeitig auch hoch motiviert, den ganzen Tag und die darauf folgende Nacht unter Volldampf die Konferenz auf zu saugen.

Eröffnung. Die drei Herren auf der Bühne wünschen uns viel Spass. Florian kann gar nicht richtig sprechen, das Fussballspiel steckt noch in seinen Knochen. Tja, wer feiern will, muss auch den Abwasch lieben (hehe). Tilman hat spontan noch was gedichtet – Respekt. Wenn das so weiter geht, kann ich meinen Plan mit dem Volldampf erfüllen.

09:30 Uhr, meine erste Session beginnt. Der Blick in den Saal lässt mich noch viel nervöser werden, als ich eh schon bin. Voll.
Mikro einstellen und los gehts. Ich werde versuchen dem geneigten Zuhörer das Verfahren, wie aus einer Idee das grundlegende Modell einer Applikation wird. Ich sag nur Transformation + Transformation + Transformation. Hoffentlich kommt die Botschaft an, denn im Grunde müssen sich die Ideeninhaber, zumeist die Product Owner, mit den Entwicklern an einen Tisch setzen und gemeinsam die Transformationen durchführen. Natürlich nicht alles auf einmal, dazu sind die Ideen oftmals viel zu gross, immer schön in überschaubare Pakete verpacken. Dann implementieren und den Product Owner vorführen.
Ich präferiere ja eine Iteration von zwei Tagen, aber das wird wohl noch sehr lange dauern, bis das auch bei den Product Ownern akzeptiert wird.

Die Session ist vorbei. Naja, hätte besser laufen können, ich war leider ein wenig konfus. Da werde ich mal in mich gehen müssen, um zu analysieren woran das gelegen haben mag. Aber was mich besonders erschreckte, der Saal fasst knapp 100 Leute, fast alle Plätze sind besetzt, und bei der Frage, wer TDD anwendet gehen 4 Hände hoch. Hat der Rest geschlafen oder hat die Frage nicht verstanden? Das kann doch nicht sein, dass sich so viele Entwickler noch immer nicht auf dieses Sicherheitsnetzt verlassen. Ich denke, es bedarf einer Session auf der nächsten DDC zum Thema TDD. Mal sehen.

Ich besuche jetzt mal den Johannes Hoppe bei seiner Session, irgendwas mit NoSQL.

Sehr gut, ich denke, ich werde mich jetzt verstärkt auf MongoDb stürzen. Was ich bisher auf „irgend wann mal“ verschoben habe, werde ich alsbald umsetzen. Mongo ist cool.

Raumwechsel und Roberto Bez in seiner Pattern Session besuchen. Es kann nie schaden anderen über die Schulter zu schauen, wenn es um Pattern geht. Ausserdem möchte ich die Zuhörer beobachten, wie sie auf dieses Thema reagieren.
Der Raum ist gerammelt voll. Alle Stühle und sogar die mobilen Stufen ganz hinten sind komplett besetzt. Ich stelle mich dann wohl mal hinten an die Wand und werde ein bisschen neidisch.
Wenn ich das so sehe, werde ich das Gefühl nicht los, dass Softwareentwickler in ihrer Not – sie wenden ja kein TDD an – offensichtlich nach Strukturen in den Programmiermodellen suchen, die es ihnen leichter machen, die Anforderungen um zu setzen. Ob das die Pattern sind, die da weiter helfen? Vermutlich fehlt da noch was.

Mittagspause, lecker Essen.

Mal sehen, ob es mir gelingt das Suppenkoma zu überlisten. Ich stehe wieder vorne und hab den Laden voll. Diesmal ist der Raum etwas kleiner, aber dennoch ist so ziemlich jeder Stuhl besetzt. Jungs und Mädels, ihr setzt mich unter Druck. Aber dies ist kreativen Druck. Danke dafür.
Domain driven Design kommt gut an. Es nicken soooo viele, wenn ich von „Anforderer verstehen“ oder „endlich mal zusammen am Tisch sitzen“ spreche. Der Zuspruch am Ende war beeindruckend. Softwareentwickler wollen korrekte Software schreiben, warum werden wir dann immer noch so oft mit unausgegorenen Anforderungen belästigt und versuchen das auch noch um zu setzen. Erinnert euch: „Revolution“ oder „was er nicht sauber formulieren kann, können wir auch nicht sauber umsetzen“

Kurze Pause und weiter gehts mit CQRS, meine Domänenthema.
Krawumm…
Ich schaue in feuchte Augen. Tja, das ist CQRS, schade dass die Zeit schon rum ist, ich bin gerade erst warm geworden. Sicher finden sich weitere Situationen eine so coole Session wieder halten dürfen.

Mein Tag ist gelaufen. Ich kann keine Session mehr besuchen, obwohl ich so gern zur Chris Rupp gegangen währe. Auch hier ergibt sich sicher später eine passende Situation, in der ich den Vortrag nachholen kann.

Und nun?
Ich fasse in wenigen Worten den Abend zusammen: Lachen, Quatschen, Essen und Trinken. Das macht richtig Spass. Vor allem, wenn man dann noch mehr Leute kennen lernt oder alte Bekannte wieder trifft. Ja ich meine dich Herr „wir haben das Abi zusammen gemacht“ oder den IT Leiter meines besten Kunden, na und den werten Mitarbeiter des anderen Kunden nicht zu vergessen. Es war wirklich toll.

Sonntag
Montag
Dienstag

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